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Doppelbesteuerungsabkommen

doppelbesteuerungsabkommen (dba) deutschland - dubaiAlle Länder haben das Recht Steuern auf die Gewinne zu erheben, die innerhalb des Staates erwirtschaftet werden. Zudem darf auch das Einkommen aller Einwohner besteuert werden, das im Ausland erzielt wird. Durch die weiter zunehmende Globalisierung kann dies jedoch zu einer Mehrfachbesteuerung führen, nämlich dann, wenn die gleichen Einkünfte in unterschiedlichen Staaten für den gleichen Zeitraum mit einer ähnlichen Steuer besteuert werden. Eine solche doppelte Steuer ist vor allem für internationale Investments nicht attraktiv, daher haben Staaten das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) abgeschlossen.

Das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen Deutschland & Dubai

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Dubai und Deutschland nehmen immer weiter zu. Es werden stetig mehr Arbeitnehmer aus Deutschland in die Vereinigten Arabischen Emirate versetzt, meist handelt es sich dabei um eine Versetzung nach Dubai. In solchen Fällen werden durch die Versetzung Einkünfte im Ausland erzielt, hierbei muss geklärt werden, welcher Staat für die Besteuerung der Einkünfte zuständig ist. Hierfür gibt es das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland & Dubai. Behält der versetzte Arbeitnehmer seinen Wohnsitz in Deutschland, ist er nach deutschen Steuerrecht noch uneingeschränkt in Deutschland steuerpflichtig, hierzu zählen auch die Einkünfte, die im Ausland erzielt werden. Währenddessen erhebt auch der andere Staat ein Recht auf die Besteuerung der Bezüge, die in dem Land erzielt werden. Hier sollte zum Schutz des Arbeitnehmers eine doppelte Besteuerung vermieden werden. Aus diesem Grund haben Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) abgeschlossen. Das Doppelbesteuerungsabkommen weist das Recht zu Besteuerung der einzelnen Einkünfte nur einem der beiden Staaten zu. Das aktuelle Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Dubai wurde bereits am 01.07.2010 von beiden Staaten unterzeichnet, in Kraft getreten ist es dann am 17.01.2011 durch den Austausch der Ratifikationsurkunden. Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Dubai ist allerdings rückwirkend seit dem 01.01.2009 anzuwenden. Damit schließt es sich lückenlos an das vorherige Abkommen der beiden Staaten an. Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Dubai hat zunächst eine Gültigkeit für zehn Jahre, es gibt jedoch eine Option, dass das Abkommen um weitere zehn Jahre verlängert werden kann.

Was man über das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) wissen sollte

Das bedeutendste Merkmal des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und Dubai liegt darin, dass die Bundesrepublik im Gegensatz zum alten Abkommen nicht mit zwei Verfahren zur Verhinderung der doppelten Besteuerung arbeitet (Freistellungs- und Anrechnungsmethode), in Deutschland wird bei dem Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) Deutschland – Dubai nur die Anrechnungsmethode angewendet. Eine doppelte Besteuerung wird vermieden, indem nach dem deutschen Steuerrecht die tatsächlich gezahlten Steuern in Dubai angerechnet werden. In den Vereinigten Arabischen Emiraten werden jedoch keine Steuern auf das Einkommen erhoben, daher kann es zu keiner Anrechnung kommen. So wird auch durch das Doppelbesteuerungsabkommen das Einkommen, das in Dubai erzielt wird, in Deutschland voll besteuert, wenn man seinen Wohnsitz weiterhin in der Bundesrepublik hat. Auch alle geldwerten Vorteile, wie ein Zuschuss zu den Mietkosten, Hausmädchen, Schuldgeld etc. müssen nach deutschen Kriterien beurteilt werden und müssen demnach in voller Höhe in der Bundesrepublik versteuert werden. Wer dem Doppelbesteuerungsabkommen entgehen will und von der Steuerfreiheit in den Vereinigten Arabischen Emiraten profitieren möchte, der muss seinen Wohnsitz komplett in das Emirat verlegen. Das alte Abkommen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten folgte auch der Freistellungsmethode, wenn demnach den Vereinigten Arabischen Emiraten das Recht zur Besteuerung zugewiesen war (Artikel 14), dann war der deutsche Steuerpflichtige von den Steuern in Deutschland freigestellt und das obwohl in den VAE keine Einkommensteuer erhoben wurde. Diese Methode wurde mit dem neuen Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Dubai durch die Anrechnungsmethode verdrängt. Dies hat vor allem für private Personen und Unternehmen Nachteile, die ihren (Wohn-)Sitz in Deutschland haben und somit dort ohne Einschränkung der deutschen Steuerpflicht unterliegen. Natürliche Personen können das neue Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Dubai umgehen, wenn sie ihren Wohnsitz verlegen und auch Unternehmen können von dem vorteilhaften Steuersystem in den Vereinigten Arabischen Emiraten profitieren, wenn sie den Sitz ihres Unternehmens nach Dubai oder in ein anderes Emirat verlegen oder eine neue Firma in Dubai gründen. Für letzteres gibt es neben der Option Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten auch noch weitere steuerlich attraktive Standorte wie z.B. Ras al Khaimah.

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