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Wegzugsbesteuerung vermeiden

Alle Infos zur Wegzugsteuer bzw. Wegzugsbesteuerung

Wegzugsbesteuerung vermeidenImmer mehr Deutsche hält nichts mehr in Deutschland, weder private noch berufliche Gründe. Doch wer Deutschland verlassen will, vergisst meist einen wichtigen Punkt, von dem die meisten Deutschen gar nichts wissen. Personen, die Deutschland verlassen wollen und die es in ein anderes Land zieht, sollten sich mit dem Thema Wegzugsbesteuerung auseinandersetzen und wie man diese unter Umständen vermeiden kann.

Die Frage wie man die Wegzugsbesteuerung vermeiden kann, sollten sich vor allem Personen stellen, die Anteile an einer Kapitalgesellschaft halten. Ist man im Besitz solcher Anteile, entsteht eine Steuerpflicht, da der deutsche Staat auf den fiktiv erwirtschafteten Gewinn eine Steuer festlegt. Bei einem Wechsel des Wohnortes in der Europäischen Union, wird eine solche Steuer in der Regel ohne Zinsen gestundet, allerdings nur so lange, bis es zu einem Verkauf der Anteile kommt. Bei einem Wegzug in einen anderen Staat außerhalb der Europäischen Union, kann die Wegzugsteuer allerdings nur in einem Härtefall verzinst prolongiert werden. Das deutsche Gesetz sieht allerdings auch Ausnahmen für Personen vor, die nach Deutschland zurückkehren. Eine Wegzugsbesteuerung vermeiden kann man dann jedoch nur, wenn man innerhalb eines bestimmten Zeitraums wieder in die Bundesrepublik zurückkehrt. Personen, die glaubwürdig versichern können, dass die Abwesenheit schon von Vornherein nur für eine bestimmte Zeitspanne geplant war, können hoffen, dass es zu einer Ausnahme kommt. In jedem Fall sollte man jedoch im Vorfeld versuchen eine Wegzugsbesteuerung vermeiden zu können, dies ist möglich, wenn man schon früh an die Planung und diverse Umstrukturierungen denkt.

Eine Wegzugsbesteuerung kann auch im Falle einer Schenkung oder Erbschaft erhoben werden, wenn man plant Deutschland langfristig zu verlassen. Viele Deutsche wissen einfach nicht, dass sie auch noch nach fünf Jahren nach Verlassen der Bundesrepublik unbeschränkt der Erbschafts- und auch Schenkungssteuer unterliegen. Bei einem Wegzug in die Vereinigten Staaten von Amerika unterliegt man dieser Pflicht sogar noch nach zehn Jahren. Ist man zudem in Besitz einer Greencard bzw. einer amerikanischen Staatsbürgerschaft, unterliegt man auch der dortigen Pflicht zur Einkommensteuer, die zu einer Pflicht zur Steuererklärung führt. In so einem Fall stellt sich demnach nicht nur die Frage, wie man die Wegzugsbesteuerung vermeiden kann. Viel wichtiger ist, dass man bei einem Wegzug nicht nur die Steuerpflicht in Deutschland, sondern auch in den USA bzw. einem anderen neuen Heimatland verletzen kann. Ob eine derartige Verletzung der Steuerpflicht mit oder ohne Absicht erfolgt spielt dabei keine Rolle.

Der Paragraph 6 des Außensteuergesetzes regelt die Wegzusteuer. Die Steuer kann in fünf jährlichen Raten bezahlt werden. Damit dies ermöglicht wird, ist es notwendig einen entsprechenden Antrag zu stellen. Darüber hinaus müssen diverse Voraussetzungen erfüllt werden. Grundsätzlich kann man die Wegzugsbesteuerung vermeiden, wenn der Wegzug nur kurzfristig war (nicht länger als fünf bzw. zehn Jahre). Zudem dürfen die Anteile der Kapitalgesellschaft nicht verkauft worden sein.

Um die Wegzugsbesteuerung vermeiden zu können, ist es allerdings erforderlich die kurzfristige Abwesenheit frühzeitig dem zuständigen Finanzamt zu melden. Damit es zu einer Stundung der festgesetzten Steuer kommen kann, muss sich die betroffene Person regelmäßig beim Finanzamt melden. Der Anspruch der gestundeten Steuer entfällt, wenn der Betroffene wieder nach Deutschland zurückkehrt und er seine Anteile an der Kapitalgesellschaft nicht veräußert hat. Die Wegzugsbesteuerung kann man jedoch nicht vermeiden, wenn während der Zeit der Stundung ein Verkauf der Anteile im steuerlichen Sinn erfolgt. In so einem Fall wird die Stundung aufgehoben.

Steht ein Wegzug in ein anderes Land an -egal ob innerhalb oder außerhalb der Europäischen Union- sollte im Vorfeld immer eine ausführliche Beratung erfolgen. Vor allem steuerliche Fragen sollten frühzeitig geklärt werden und sich nicht nur in Bezug auf das Thema Wegzugsbesteuerung vermeiden. Auch andere steuerliche Pflichten und Besonderheiten sollten mit einem erfahrenen Experten besprochen werden. Gerne beraten wir Sie persönlich und individuell. Kontaktieren Sie uns!

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